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Sechs neue Blätter für den Psalmenkodex sa 2055 (BC sa 33) – Teil 3

Dieser Blog bietet die Fortsetzung der Blogs vom 08.10.2019 und vom 18.10.2019.

 

Oxford, BL, Ms. Copt. d. 265 (P), frg. 1-2

Die zwei Fragmente, die unter Signatur Ms. Copt. d. 265 (P) (olim Copt. g. 3[1]) in der Bodleian Library aufbewahrt werden, sind Teile ein und desselben Blattes. Allerdings geben sie das Blatt nicht gänzlich wieder. Zwischen dem ersten und dem schlecht erhaltenen zweiten Fragment fehlen heute sechs Zeilen. Der Erhaltungszustand kann auf den Fotos, die ich während meines Forschungsaufenthalt im Juli 2018 an der Bodleian Library gemacht habe, angesehen werden. Für die Erlaubnis, diese Fotos online zu stellen, danke ich der Bodleian Library sehr herzlich.

 

 

Das Oxforder Blatt Ms. Copt. d. 265 (P), frg. 1–2 beinhaltet Ps 30,7–8.11–14r und Ps 30,15–18.20–24v, wobei die Verse 11–14 und 20–24 äußerst fragmentarisch erhalten sind. Das Blatt hat die Pergamentbeschaffenheit Haar-/Fleischseite und trägt die Paginierung ⲙ̄ⲅ̄/ⲙ̄ⲇ̣̄ (43/44). Sowohl die Schrift mit rekonstruierter Zeilenzahl 30 als auch die Paginierungs- und Schriftdekorationen deuten darauf hin, dass trotz des schlechten und fragmentarischen Zustands das Oxforder Blatt auch dem Kodex sa 2055 zuzurechnen ist.

 

Paris, BnF, Copte 102, fol. 16

Das letzte neue Komplementfragment, das ebenfalls dem Kodex sa 2055 zuzuweisen ist, wird heute in der Bibliotheque nationale de France (BnF) unter der Signatur Copte 102 fol. 16 aufbewahrt. Es handelt sich dabei um ein äußerst schmales längliches Bruchstück, das nur aus vier Zeilen besteht, wobei sowohl von der ersten als auch von der vierten Zeile nur kleine Reste erhalten sind. Wegen des schlechten Erhaltungszustands des Streifens bedarf seine Zugehörigkeit zum Kodex sa 2055 detaillierter Erläuterungen. Da die Bestimmung des Rektos und des Versos des Pariser Bruchstücks erst nach einer Identifizierung des Inhalts möglich ist, wurde es seinerzeit in der falschen Abfolge in das Volumen Copte 102 der BnF eingebunden. Das tatsächliche Rekto beinhaltet Ps 91,8–10, während das tatsächliche Verso Ps 92,3–4 zum Inhalt hat. Die Pergamentbeschaffenheit des Bruchstücks lautet Fleisch-/Haarseite. Die Schrift stimmt mit der auf den übrigen Blättern vom Kodex sa 2055 überein, wobei die Formen des Alphas und des Kjimas, die im Blog vom 08.10.2019 erwähnt wurden, auch hier zu finden sind. Leider ist die Größe des Bruchstücks so minimal, dass man vergeblich nach weiteren Argumenten sucht. Unter den möglichen paläographischen Gründen ist nur noch ein weiterer zu finden. Auf dem Verso stehen die allerletzten Buchstaben des Verses Ps 92,3 ⲟⲩ· über der Zeile mit einem schwarzen und einem roten Strich hervorgehoben. Auf diese Besonderheit, charakteristisch für Kodex sa 2055, habe ich bereits im Blog vom 08.10.2019 hingewiesen.

Trotz seiner minimalen Größe ist es möglich, das Pariser Bruchstück mit Hilfe des Inhalts innerhalb der bekannten Blätter zu platzieren. Bereits aus der Darstellung des Kodex sa 33 (LCBM sa 2055) in Biblia Coptica wird klar, dass zwischen BC sa 33.8 (Rom, BAV, Borgia copto 109, cass. VI, fasc. 20, fol. 6) und BC sa 33.9 (Paris, BnF, Copte 129(2) fol. 65) nur noch ein Blatt fehlt. Vgl. hier einen Ausschnitt aus dem Aufbau des Kodex in Biblia Coptica.[2] Inhaltsgemäß steht das neue Komplementbruchstück Copte 102 fol. 16 mit dem Inhalt Ps 91,8–10r und Ps 92,3–4v zwischen dem vatikanischen Blatt, das mit Ps 91,2 endet, und dem Pariser Blatt, das mit dem Ps 93,2 beginnt. Das vatikanische Blatt hat die Pergamentbeschaffenheit Haar/Fleischseite, während das Pariser Blatt Haar-/Fleischseite aufweist. Also fehlt laut der „Gregory-Regel“[3] zwischen ihnen nur noch ein Blatt mit Pergamentbeschaffenheit Fleisch-/Haarseite. Genau diese Pergamentbeschaffenheit hat das in Frage stehende Bruchstück Copte 102 fol. 16. Nach kodikologischen und inhaltlichen Gründen ist es dann möglich, die Seitenzahlen als [ⲣ̄ⲛ̄̄ⲍ̄]/[ⲣ̄ⲛ̄ⲏ̄] ([157]/[158]) zu rekonstruieren.

Trotz seiner minimalen Größe und daraus resultierender Schwierigkeiten ist es plausibel, das Pariser Bruchstück aus paläographischen, kodikologischen und inhaltlichen Gründen dem Kodex sa 2055 hinzuzufügen.

 

„Paris, BN, Copte 1332 fol. 261“ 

Zu allerletzt sollte eine wichtige Korrektur zu Biblia Coptica und eine neue Inhaltsidentifizierung eines bekannten Fragmentes vorgenommen werden. Unter sa 33.15 verzeichnet K. Schüssler mit der Signatur „Paris, BN, Copte 1332 fol. 261“ einen noch nicht identifizierten Ps-Text.[4] Vergebens sucht man unter dieser Signatur nach einer Schrift, die sa 2055 (sa 33) ähnelt. Schüssler erklärt noch, dass die Zugehörigkeit des kleinen Pariser Bruchstücks dem Hinweis von Anne Boud’hors[5] folgt. Er wundert sich noch, dass „die Schrift ungelenker und unregelmäßiger als auf den übrigen Blättern“ erscheint. Alles klärt sich, wenn man Boud’hors Hinweis direkt im Catalogue des Fragments Coptes nachschlägt. Anne Boud’hors gibt unter n° 9 die Signatur „1332 f. 26 l“ an. Also handelt es sich laut A. Boud’hors nicht um Folio 261, sondern um Folio 26, Buchstabe „l“. In der Tat ist die Zahl Eins mit dem Buchstaben „l“ im Catalogue des Fragments Coptes absolut identisch. Die Leerstelle nach der Foliozahl 26 ist das einzige Anzeichen, das die richtige von der falschen Lesung unterscheiden lässt. Paläographische Gründe geben keinen Anlass, die Zuweisung von A. Boud’hors zu bezweifeln. Diesbezüglich ist kein Argument mehr notwendig, da sich die Zugehörigkeit des kleinen Bruchstückes (jeweils 3 Buchstaben von je 3 Zeilen und die bunte Dekoration einer Initiale) zum Kodex sa 2055 zweifelsfrei beweisen ließ. Mir ist es damit gelungen, nicht nur den Inhalt des Bruchstückes zu identifizieren, sondern es innerhalb eines anderen größeren und bereits bekannten Fragments exakt zu platzieren. Das Pariser Bruchstück Copte 133(2) fol. 26 l hat zum Inhalt Ps 60,4–5r; Ps 61,4–5v und ergänzt den inneren unteren Teil des fragmentarischen Pariser Blattes Copte 129(2) fol. 41. Der Inhalt des neu rekonstruierten Blattes lautet Ps 59,13–14; 60,1–6.9; 61,1–5.

 

Der Kodex sa 2055 im Göttinger Virtual Manuscript Room

Alle alten und neuen Blätter, die zum Kodex sa 2055 mitzuzählen sind, stehen im Göttinger Virtual Manuscript Room (VMR) hier aufgelistet. Aus dem Kodex sind heute 24 Blätter, teilweise fragmentarisch, erhalten. Demnächst wird die Edition all dieser Psalmenblätter online gestellt werden. Leider ist es noch nicht möglich, die Fotos aller Blätter oder Fragmente online zu zeigen, jedoch hofft das Göttinger Team, dass die Rechteinhaber dies eines Tages erlauben werden.

 


[1] Der Text der Oxforder Fragmente ist seit 1903 bekannt, vgl. E.O. Winstedt, Sahidic Biblical Fragments in the Bodleian Library I, in: PSBA 25 (1903), 317–325, insbesondere 323–324. Allerdings wurden zwei der damals noch drei Fragmente nicht zusammengebunden, wie es heute der Fall ist und außerdem trugen sie die Signatur „MS. Coptic, g. 3“. Diese Signatur existiert nicht mehr in der Bodleian Library und die vielen Fragmente, die einst darunter aufgelistet waren, haben jetzt einzelne Signaturen, die nicht immer leicht herauszufinden sind.

[2] Schüssler, Biblia Coptica 1.2, 53.

[3] Die Regel besagt, dass einer Haarseite immer eine Haarseite und einer Fleischseite immer eine Fleischseite folgt, und dass dies die Abfolge zweier Blätter (H/F–F/H–H/F–F/H) bestimmt, vgl. C. R. Gregory, Les cahiers des manuscrits grecs, in: CRAI 13 (1886), 261–268.

[4] Schüssler, Biblia Coptica 1.2, 58, sa 33.15.

[5] Anne Bouvarel-Boud’hors, Catalogue des fragments coptes. I. Fragments bibliques nouvellement identifies, Paris 1987, 24, n° 9.

Sechs neue Blätter für den Psalmenkodex sa 2055 (BC sa 33) – Teil 2

In diesem Blog setzte ich meinen Bericht über neue Komplementblätter zum Kodex sa 2055 (BC sa 33), den ich am 08.10.2019 begonnen habe, fort und stelle ein fragmentarisches Blatt aus Ann Arbor vor.

In der papyrologischen Datenbank APIS lassen sich unter den Beständen der University of Michigan Library in Ann Arbor unter der Signatur P.Mich.inv. 4940 zwei Fragmente und zwei äußerst kleine Bruchstücke ein und desselben Blattes finden. In der APIS-UM können die Fotos dieser Fragmente angesehen und heruntergeladen werden. Mein herzlicher Dank gilt der University of Michigan Library, die durch die freie online-Stellung der koptischen Fragmente ihre Erforschung ermöglicht hat.

Im Zuge dieser Untersuchung ist es mir gelungen sowohl die zwei größeren Fragmente miteinander zu verbinden, als auch die zwei Bruchstücke, die jeweils nur 2–3 Buchstaben umfassen, innerhalb der größeren Fragmente zu platzieren.


 

Die Rekonstruktion des Blattes erfolgte mit Hilfe des Adobe Photoshop Elements Editors, mit dem ich die Fotos der University of Michigan Library APIS-UM bearbeitet habe. Die Inhaltsangaben des neu rekonstruierten fragmentarischen Blattes konnten somit präzisiert werden und lauten Ps 118,97–103r und Ps 118,114–119v.

Die Zuweisung des neu gewonnenen Ann-Arbor-Blattes zum Kodex sa 2055 (BC sa 33) ist nicht ohne Weiteres sichtbar und bedarf besonderer Erläuterungen. Das fragmentarische Ann-Arbor-Blatt hat keine erhaltenen Ränder, daher fehlen die Paginierungs- und Lagenzahlen sowie ihre Ornamentik, die bei der Blattzuweisung zu einem Kodex hilfreich wären. Das Wichtigste dabei ist, dass man wegen fehlender Ränder nicht in der Lage ist, die Zeilenzahl zu eruieren. Also kann man sich bei der Blattzuweisung nur auf die Schrift und dekorative Elemente wie schwarz-rote Punkte und Überstriche verlassen. Das Schriftbild des Ann-Arbor-Blattes entspricht der Schrift der anderen bekannten Blätter vom Kodex sa 2055. Die bereits in dem vorhergehenden Blog hervorgehobenen Merkmale des Kodex sa 2055 wie die typischen schwarz-roten Punkte am Ende eines Verses oder Satzes sowie der schwarz-rote Überstrich beim Wort ⲙⲛ̄ⲧⲙⲛ̄ⲧⲣⲉ „Zeugnis“ sind regelmäßig auf dem Ann-Arbor-Blatt zu sehen. Somit haben wir drei paläographische Gründe, das Ann-Arbor-Blatt dem Kodex sa 2055 zuzuweisen. M.E. genügen allerdings paläographische Gründe allein nicht für die Zuweisung eines Fragments an einen Kodex. Alin Suciu hat gezeigt, dass Kodizes verschiedenen Inhalts und unterschiedlicher Struktur aus dem Weißen Kloster von ein- und demselben Schreiber stammen können.[1] In diesem Fall liefern uns der Inhalt und die kodikologische Struktur der Handschrift ein weiteres Indiz. Wie bereits im vorherigen Blog beschrieben, beinhaltet das neu zugewiesene Cambridge-Blatt Or. 1699Π iii die Psalmverse Ps 118,124–151 und ist das erste Blatt der 14. Lage mit Pag. ⲥ̄ⲑ̄/ⲥⲓ̄ (209/210). Wie beim ersten Blatt einer Lage zu erwarten ist, ist die Pergamentbeschaffenheit des Cambridge-Blattes Fleisch-/Haarseite. Der Inhalt des neu rekonstruierten Ann-Arbor-Blattes ist Ps 118,97–103.114–119. Wie leicht ersichtlich ist, steht das Ann-Arbor-Blatt inhaltsgemäß unmittelbar vor dem Cambridge-Blatt. Folglich ist das Ann-Arbor-Blatt als das letzte Blatt der [13.] Lage mit Pag. [ⲥ̄ⲍ̄]/[ⲥⲏ̄] ([207]/[208]) zu rekonstruieren. Jedes letzte Blatt einer Lage hat die Pergamentbeschaffenheit Haar-/Fleischseite. Genau diese Pergamentbeschaffenheit ist auch für das Ann-Arbor-Blatt charakteristisch.

Nachdem das Indiz des passenden Inhalts und der Pergamentbeschaffenheit die paläographischen Beweise noch zusätzlich untermauert hat, kann die Zugehörigkeit des Ann-Arbor-Blattes zu Kodex sa 2055 als relativ sicher gelten.

In der nächsten Woche folgt die Fortsetzung dieses Blogs, in der ich über die neuen Komplement­fragmente aus Oxford Ms. Copt. d. 265 (P), frg. 1–2 (olim Copt. g. 3) und Paris, BnF, Copte 129(2) fol. 65 erzählen werde.
 

[1] Vgl. Alin Suciu, „Coptic Scribes and Manuscripts: Dated and Datable Codices from the Monastery of Apa Shenoute. I. The Codices Inscribed by Victor, Son of Shenoute (First Half of the 12th Century),“ in: Journal of Coptic Studies 16 (2014), 195–216.

Sechs neue Blätter für den Psalmenkodex sa 2055 (BC sa 33) – Teil 1

Dieser Beitrag setzt die am 22.08.2019 angekündigte Blogreihe fort.

Das ist der erste Teil meiner Ausführungen über sechs neue Komplementblätter, die dem Psalmenkodex sa 2055 (LCBM) zuzurechnen sind. Der Pergamentkodex sa 2055, auch bekannt unter dem Sigel sa 33[1] (BC) aus dem Weißen Kloster, wurde von Karlheinz Schüssler bereits im Jahr 1996 in dem Band 1.2 der Biblia Coptica ausführlich beschrieben und ins IX. Jh. datiert. Daraus erfahren wir, dass von dem Psalmenkodex heute nur noch 19 Blätter erhalten sind und dass sein Umfang einst mehr als 120 Blätter ausmachte. Die bimodulare Schrift des Kodex sa 2055 charakterisiert sich durch 3-Strich , schmale und , mit schmalem oder bisweilen halbrundem , kurze , , ϥ und ein Alpha, dessen Schlaufe relativ groß ist und manchmal spitz, manchmal oval ausläuft. Kjima hat sehr oft eine größere Schlaufe, und der Strich verläuft nicht gerade oberhalb der folgenden Buchstaben, sondern fällt nach unten ab vor den folgenden Buchstaben. Die Formen von Alpha und Kjima heben das Schriftbild des Kodex sa 2055 aus den anderen bimodularen Handschriften des Weißen Klosters heraus. Die gut erhaltenen Blätter mit oberem oder unterem Rand weisen 29–30 Zeilen, gelegentlich aber auch 28 und 31 Zeilen pro Seite auf. Ausgerückte geflochtene und prächtig ornamentierte Initialen zieren fast jedes Blatt. Wunderschön gemalte Ranken und Tiere sind bei den Initialen und am Blattrand zu sehen. Die Paginierungs- und die Lagenzahlen sind unterschiedlich eingefasst. Hier ist eine Seitenzahl und hier eine Lagenzahl zu sehen. Deren Ornamentik ist ein wichtiges Merkmal und ein eindeutiger Hinweis für die Zuweisung unbekannter Blätter zu einem Kodex. Allerdings sind die Ecken des oberen Randes zu oft abgebrochen. Daher möchte ich drei weitere Besonderheiten hervorheben, die eine wichtige Rolle für die Zuweisung schlecht erhaltener Bruchstücke spielen werden.

  • Sätze und Verse werden regelmäßig mit einem schwarzen und einem roten Punkt beendet, wobei der rote Punkt etwas größer gezeichnet ist und an dem schwarzen direkt anliegt.
  • Wie oft bei den Psalmenkodizes haben die Kopisten die Angewohnheit, neue Verse oder Sätze mit einer neuen Zeile zu beginnen. So entstehen oft Zeilen mit sehr wenigen Buchstaben. Die Kopisten sind jedoch geneigt, solche fast leeren Zeilen zu vermeiden. Das hat zur Folge, dass manchmal die letzten Buchstaben eines Verses oder Satzes nicht auf einer neuen Zeile geschrieben werden, sondern darüber in der vorherigen Zeile. Im Kodex sa 2055 (BC sa 33) stehen die letzten Buchstaben eines Verses oder Satzes immer wieder in dem leeren Platz über der Zeile. Besonders auffällig dabei ist, dass diese Buchstaben zusätzlich mit einem schwarzen und einem roten Strich hervorgehoben werden.
  • Auf den erhaltenen Blättern ist ⲇⲓⲁⲯⲁⲗⲙⲁ regelmäßig in Rot geschrieben. Auch die ersten Verse jedes Psalmenkapitels, die als Titel zu den Kapiteln dienen, sind rot.
  • Gelegentlich steht ein doppelter schwarz-roter Supralinearstrich sowohl über nomina sacra als auch über Wörtern ohne sakrale Bedeutung.[2] M.E. gehört dieser schwarz-rote Supralinearstrich zur Dekoration, zumal er nicht nur bei nomina sacra sondern auch bei solchen Wörtern wie ⲧⲃ̄ⲧ „Fisch“ (Oxford, BL, Clar.Press.b.1, Fr.1, f. 2v), ⲧⲛ̄ϩ „Flügel“ (Rom, BAV, Borg. copto 109, cass. VI, fasc. 20 f. 1r), ⲙⲛ̄ⲧⲙⲛ̄ⲧⲣⲉ „Zeugnis“ (Ann Arbor, P.Mich.inv. 4940r), ⲙⲁⲥⲧⲓⲛⲝ̄ „Peitsche“ (Rom, BAV, Borg.copt. 109, cass. VI, fasc. 20 f. 4r) u.a. Verwendung findet.
  • Mit roter Farbe wurden gelegentlich die Schlaufen von Phi ausgefüllt.

Jede der oben beschriebenen Besonderheiten kommt in vielen anderen koptischen Handschriften vor. Den Charakter einer Handschrift macht jedoch die Gesamtheit aller einzelnen Merkmale aus. Man kann noch viel mehr Details über diesen Kodex mitteilen, aber ich hebe hier nur solche hervor, die für die Identifizierung der neuen Komplementblätter relevant sind.

Auf Grund ausführlicher paläographischer, kodikologischer und inhaltlicher Analysen weise ich die folgenden zehn Fragmente, die zusammen sechs Blätter ausmachen, dem Kodex sa 2055 (BC sa 33) zu. Es folgen die Signaturen in alphabetischer Reihenfolge der Aufbewahrungsorte:

  • Ann Arbor, UML, P.Mich.inv. 4940a–d
  • Cambridge, UL, Or. 1699Π iii
  • Oxford, BL, Clarendon Press b.1, Fr. 1, fol. 1–2
  • Oxford, BL, Ms. Copt. d. 265 (P), frg. 1–2 (olim Copt. g. 3)
  • Paris, BnF, Copte 102 fol. 16

Heute werde ich die drei Blätter konzis beschreiben, dessen Zuweisung zum Kodex sa 2055 über alle Zweifel erhaben ist und keine besonderen Beweise verlangt.

Die zwei Oxforder Blätter Clarendon Press b. 1, Fr. 1, fol. 1–2 stellen das innere Doppelblatt der ersten Lage des Kodex sa 2055 (BC sa 33) dar und sind momentan die ersten erhaltenen Blätter in der Kodexstruktur. Ihre Zugehörigkeit zum Kodex sa 2055 (BC sa 33) lässt keine Zweifel aufkommen, zumal Schrift, Dekoration von Paginierung und Initialen sowie Zeilenzahl mit denjenigen von Kodex sa 2055 völlig übereinstimmen. Das Blatt Clarendon Press b.1, Fr. 1, fol. 1 trägt Pag. 7/8 und beinhaltet Ps 6,6–11; 7,1–15. Das Blatt Clarendon Press b.1, Fr. 1, fol. 2 trägt Pag. 9/10 und beinhaltet Ps 7,16–18; 8,1–10; 9,1–10. K. Schüssler kannte die Signatur des Blattes, doch wegen fehlender Fotos erkannte er seine Zugehörigkeit zu seinem Kodex sa 33 nicht.


Der Bodleian Library danke ich herzlich für die Erlaubnis, die Fotos online zu stellen.

Das Cambridge-Blatt hat die Jahrhunderte fast ohne größeren Schaden überstanden. Nur die äußere untere Ecke ist beschädigt. Seine Zugehörigkeit zum Kodex sa 2055 (BC sa 33) ist ohne Zweifel gesichert und braucht keine weiteren Erläuterungen. Es ist interessant zu beobachten, dass auf diesem Blatt die Dekoration sowohl bei der Lagenzahl als auch bei der Seitenzahl identisch ist. Normalerweise unterscheiden sich Lagen- und Seitenzahlen in ihrer Dekoration, wie dies bei den Blättern aus Paris ersichtlich ist. Das Cambridge-Blatt trägt die Pag. ⲥ̄ⲑ̄/ⲥⲓ̄ (209/210) und ist das erste Blatt der Lage ⲓ̄ⲇ̄ (14). Seine Pergamentbeschaffenheit ist, wie typisch für das erste Blatt einer Lage, Haar-/Fleischseite. Es beinhaltet Ps 118,124–151. Obwohl die Signatur dieses Blattes seit langem bekannt ist, blieb seine Zugehörigkeit zum Kodex sa 2055 (BC sa 33) bis jetzt unerkannt.

Für ihre Hilfe beim Erstellen dieses und folgender Blogs möchte ich mich bei Heike Behlmer, Theresa Kohl, Malte Rosenau und Ulrich Schmid noch einmal ganz herzlich bedanken!

In der nächsten Woche folgt die Fortsetzung dieses Berichts über die Fragmente aus Ann Arbor.


[1] Karlheinz Schüssler, Das sahidische Alte und Neue Testament, Biblia Coptica 1.2, Wiesbaden 1996, 52–58, sa 33.

[2] Schüssler erwähnt die Benutzung der Überstriche folgendermaßen: „Überstrich regelmäßig, bei nomina sacra in Rot.“, vgl. Schüssler, Bibilia Coptica 1.2, 54. Allerdings sollte klargestellt werden, dass es in den bekannten Blättern insgesamt 20 Vorkommnisse von Wörtern mit roten Überstrichen gibt und nur zwei davon können als nomina sacra bezeichnet werden: ⲡⲛ̄ⲁ (4 Mal) und ⲡ̄ⲓ̄ⲏ̄ⲗ (3 Mal). Es ist nicht sicher, dass jedes nomen sacrum in dieser Handschrift mit einem schwarz-roten Überstrich gezeichnet wurde, zumal es ein ⲡⲛ̄ⲁ (Ps 142,10 in Paris, BnF, Copte 129.2 f. 89r) ohne dies gibt.

Workshop: Coptic and Arabic Bible, 20.-22. September 2019

Workshop am 20.–22.9.2019

Coptic and Arabic Bible and Biblical Manuscripts:
Interrelations and Commonalities

mit öffentlichem Abendvortrag

The Bible in Arabic: Recent Perspectives
(Ronny Vollandt, LMU München)

am 20.9.2019 um 18 Uhr c.t.
im Akademiegebäude, Geiststr. 10, 37073 Göttingen

Die christliche Literatur Ägyptens in koptischer Sprache ist vom 11.–13. Jh. n. Chr. systematisch ins Arabische übersetzt worden. Ab dem 12. Jh. werden zweisprachige Handschriften für biblische und liturgische Bücher üblich. Sowohl der Übersetzungsprozess als auch die Überlieferung der koptischen Bibel und der christlichen Literatur in arabischer Sprache sind bisher wenig erforscht. Der vom Göttinger Akademievorhaben „Digitale Gesamtedition und Übersetzung des koptisch-sahidischen Alten Testaments“ zusammen mit seinem Kooperationspartner, dem DFG-Projekt Biblia Arabica der LMU München, ausgerichtete internationale Workshop dient dem vertieften wissenschaftlichen Austausch zwischen Spezialisten für die koptische und arabische Bibel und der Diskussion mit Nachbardisziplinen. Zum öffentlichen Abendvortrag wird herzlich eingeladen. Bei Interesse, am Workshop insgesamt teilzunehmen, erbitten wir eine Anfrage an kopt-at@uni-goettingen.de.

Programm

Freitag, 20. September 2019 (Geiststraße 10)

18:00 c.t. Opening session with Key Note Lecture by Ronny Vollandt (LMU München): The Bible in Arabic: Recent Perspectives

Saturday, 21. September 2019 (Geiststraße 10)

1st Session: DH Tools and Methods, Chair: Heike Behlmer (GA Universität Göttingen)

10:00-10:45 Ronny Vollandt (LMU München): Biblia Arabica and its bibliographical tool

11:00-11:45 Frank Feder (AdW Göttingen, Coptic Old Testament): The Coptic Bible and Literature in the Virtual Manuscript Room (VMR)

2nd Session: Coptic and Arabic Manuscript Studies, Chair: Sebastian Günther (GA Universität Göttingen)

13:30-14:00 Miriam Lindgren Hjälm (Stockholm School of Theology, Sankt Ignatios Theological Academy): Cataloging Christian Arabic Manuscripts

14:00-14:30 Lina Elhage-Mensching (AdW Göttingen, Coptic Old Testament): The Owner Family of a Sahidic-Arabic Holy Week lectionary: Arabic and Bohairic marginalia in codex sa 16L from the 14th/15th century

14:30-15:00 Vevian Zaki (University of Oxford): Explaining Coptic Grammar through the Arabic Bible: MS Vatican, BAV, Copt. 14

3rd Session: Coptic and Arabic Bible Interrelations, Chair: Ronny Vollandt (LMU München)

16:00-16:30 Peter Tarras (LMU München / JMU Würzburg): Philosophical Digressions in a 13th Century Copto-Arabic Commentary on Romans

16:30-17:00 Samuel Moawad (WWU Münster): Der Einfluss der koptischen Bibelübersetzung auf den arabischen Kommentar des al-Waǧīh al-Qalyubī zum Römerbrief

17:00-17:30 Ute Pietruschka (KOHD AdW Göttingen, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, SM Berlin): Coptic-Arabic Lexicography - Theodor Petraeus at work: His Coptic Lexicon of the Gospels

17:30-18:00 Jana Newiger (GA Universität Göttingen): Muslim Perceptions of the Bible: Shihāb al-Dīn al-Qarāfī (d. 1285) and his Polemic al-Ajwiba al-fākhira ʿan al-asʾila al-fājira (Splendid Replies to Insolent Questions)

18:00-18:30 Final Discussion

Sonntag, 22. September 2019 (Geiststraße 10)

4th Session: Coptic and Arabic literary relations and traditions, Chair: Ute Pietruschka (KOHD AdW Göttingen, ÄMP Berlin)

10:00-10:30 Alin Suciu (AdW Göttingen, Coptic Old Testament): The Prophecy of Jeremiah to Pashur in the Coptic-Arabic-Ethiopic Literary Continuum

10:30-11:00 Michael Muthreich (AdW Göttingen, Patristische Kommission): Hinweise auf koptische Vorlagen in den arabischen Übersetzungen der dem Dionysius Areopagita zugeschriebenen Werke außerhalb des ‚Corpus Dionysiacum‘

11:00-11:30 Coffee Break

11:30-13:00 Final Discussion and Resolutions

Neues Blatt aus der Bodleian Library für den Psalterkodex sa 2033 (BC sa 101)

Eine der wichtigsten Aufgaben des Projektes „Digitale Gesamtedition und Übersetzung des koptisch-sahidischen Alten Testaments“ ist es, sowohl neue als auch bereits bekannte koptische Blätter mit ihren ursprünglichen Kodizes virtuell zusammenzuführen. Das Göttinger Fotoarchiv besitzt mittlerweile eine reiche Sammlung farbiger Digitalisate von koptischen Handschriften, welche die Arbeit an den zerstreuten Fragmenten enorm erleichtert. Wie bereits 2016 von Frank Feder annonciert,[1] hat die gute Zusammenarbeit der Teams von Münster und Göttingen dazu geführt, dass alle biblischen Fragmente einem gemeinsamen Nummerierungssystem folgen, bei dem die Sigel für das Neue Testament aus der SMR-Datenbank des Instituts für Neutestamentliche Textforschung beibehalten werden, während für das Alte Testament neue Sigel, die mit sa 2000 aufwärts beginnen, vergeben werden. Siegfried G. Richter (Münster) und Frank Feder (Göttingen) haben dieses neue Nummerierungssystem „List of Coptic Biblical Manuscripts“ (= LCBM) benannt. In diesem und folgenden Blogs werde ich die LCBM-Sigel zusammen mit den Sigeln von Biblia Coptica (= BC) verwenden und immer nebeneinanderstellen. Dieser Blog ist der erste einer Reihe von kurzen Beiträgen, in dem ich unbekannte Komplementblätter bekannter biblischer oder liturgischer Kodizes ans Licht bringen möchte.

Ergänzung zu Kodex sa 2033 (BC sa 101)

Bereits im Jahr 2000 hat Karlheinz Schüssler begonnen unter dem Sigel sa 101 (LCBM sa 2033) Blätter und Fragmente eines koptischen Psalterkodex zusammenzuführen.[2] Insgesamt beschrieb er 21 meist fragmentarisch erhaltene Blätter, darunter zwei unidentifizierte Bruchstücke aus der Bibliothèque nationale de France. Der Kodex sa 101 (LCBM sa 2033) zeichnet sich durch eine bimodulare Schrift, 3-Strich , kurze , , ϥ, rundes , sowie ein mit roten Punkten in den beiden Bögen aus. Eine solche Schrift ist auch vom Psalterkodex sa 32[3] (LCBM sa 2054) bekannt. Beide Kodizes ähneln sich sehr stark im Schriftbild und sind, wie üblich für die Psalterkodizes, in einer Kolumne und mit stark variierender Buchstabenanzahl pro Zeile, zwischen 24 bis 30, geschrieben. Also ist es wichtig, Besonderheiten bei den beiden Kodizes festzustellen, die sie unverwechselbar machen. Nur fünf solche möchte ich hier hervorheben:

  1. Der Kodex sa 101 hat 35–36 Zeilen pro Seite, während Kodex sa 32 nur 29–32 Zeilen pro Seite aufweist.
  2. Beim Kodex sa 101 sind die Titel der Psalmen in kursiver Schrift geschrieben und von Doppelstrichen und Punkten dazwischen in Rot und Schwarz umrahmt. Jedoch sind die Titel der Psalmen im Kodex sa 32 in der gleichen Schrift wie der Haupttext und in roter Tinte geschrieben, ohne umrahmt zu werden.
  3. Die einzelnen Verse, Sätze oder Halbsätze werden im Kodex sa 101 durch eine Kombination von Punkten meistens am Ende der Zeile voneinander getrennt. Diese Kombination besteht aus einem kleineren schwarzen Punkt und einem größeren roten Punkt. Die beiden sind miteinander unmittelbar verbunden. Im Kodex sa 32 sieht man am Ende eines Verses nur einen großen roten Punkt.
  4. Die Paginierung und ihre Dekoration sind bei den beiden Kodizes gänzlich unterschiedlich, jedoch kann diese Besonderheit selten berücksichtigt werden, da oft die Ecken mit den Paginierungs- und Lagenzahlen fehlen.
  5. Bei den beiden Kodizes beginnt ein Psalterkapitel mit einer überdimensionalen farbigen Initiale. Im Kodex sa 101 ist diese Initiale prächtig mit Ranken und Tieren verziert. Farbige Tiere sind oft am unteren Rand gemalt. Außer der Initiale am Beginn eines Kapitels werden die Anfangsbuchstaben am Beginn eines Verses in Rot nachgezeichnet. Schwarz-rote Diples stehen oft am Beginn einer Zeile. Der zweite Kodex sa 32 charakterisiert sich hingegen durch große geflochtene und bunt bemalte Initialen, wobei die Anfangsbuchstaben der einzelnen Verse in keiner Weise dekoriert werden.

Je mehr markante Züge ein Kodex aufweist, desto leichter ist es, ein Fragment, das zu ihm gehört, zu identifizieren. Je schlechter ein Fragment erhalten ist, desto weniger markante Züge sind darauf zu entdecken. Daher ist die obige Checkliste besonders nützlich. Mit ihrer Hilfe konnte ich unter den sahidischen Fragmenten der Bodleian Library ein neues Komplementblatt zu Kodex sa 101 (LCBM sa 2033) entdecken. Das neue Blatt wird unter der Signatur Oxford, BL, Copt. d. 262 (P) aufbewahrt. Auf dem Rekto beinhaltet das Fragment Ps 139,8–13, wobei die Reste der überdimensionalen Initiale Alpha vom Beginn des Kapitels 140 auch zu sehen sind. Auf dem Verso befinden sich die Psalmverse Ps 140,6–10 und Ps 141,1–2.3*–4*. Die Schrift des Oxforder Fragmentes ähnelt sowohl sa 32 als auch sa 101. M.E. gehört das Oxforder Fragment zum Kodex sa 101. Folgende Gründe sprechen dafür:

  1. Von dem Oxforder Fragment sind heute nur 16 Zeilen erhalten. Da beim Fragment der obere Rand erhalten ist, ist es möglich die Vorderseite zu rekonstruieren und so die ursprüngliche Zeilenzahl zu ermitteln. Meine Rekonstruktion hat ergeben, dass einst das Oxforder Fragment 35 Zeilen auf der Vorderseite enthält.
  2. Der Titel des Psalmenkapitels 141 auf der Rückseite ist kursiv geschrieben und mit Doppelstrichen und Punkten dazwischen in Rot und Schwarz umrahmt.
  3. Eine Kombination von schwarzen und roten Punkten beendet Sätze und Verse.
  4. Da die obere äußere Ecke des Blattes abgebrochen ist, kann die Paginierung und ihre Dekoration in der Argumentation nicht berücksichtigt werden.
  5. Von dem Oxforder Fragment ist heute nur der innere und mittlere Teil erhalten geblieben. Also fehlen die Zeilenanfänge auf der gut erhaltenen Haarseite des Fragmentes, die das Verso darstellt. Auf der Fleischseite, die das Rekto darstellt, ist die Tinte gänzlich verblasst. Nichtdestotrotz sind Reste einer farbigen großen Alpha-Initiale mit einem Vogel gut zu erkennen.

 

 

Diese Argumente möchte ich mit den Fotos, die ich während meines Forschungsaufenthalts in Oxford im Juli 2018 gemacht habe, untermauern. Der Bodleian Library danke ich herzlich für die Erlaubnis, die Fotos online zu stellen.

Ohne Zweifel wird das Durchsuchen weiterer Bibliotheks- und Museen-Sammlungen koptischer Handschriften zusätzliche neue Komplementblätter zum Kodex sa 2033 (BC sa 101) zu Tage fördern.


[1] Feder, Frank, Rez. zu Karlheinz Schüssler, Das sahidische Alte und Neue Testament. Vollständiges Verzeichnis mit Standorten. Lieferung 3: sa 673–720. Wiesbaden 2010, in: Orientalistische Literaturzeitung 111 (2016), 310–314.

[2] Karlheinz Schüssler, Das sahidische Alte und Neue Testament, Biblia Coptica 1.4, Wiesbaden 2000, 25–36, sa 101.

[3] Karlheinz Schüssler, Das sahidische Alte und Neue Testament, Biblia Coptica 1.2, Wiesbaden 1996, 45–51, sa 32 und Biblia Coptica 1.4, Wiesbaden 2000, 120–122.

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